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Freitag, 29. November 2013

Berechnungen

Proportionsberechnungen

Dies sind Berechnungen, die auf Angaben Leonardo da Vinci's zurückgehen, in einem Skizzenbuch von Friedlinde Hüther. Die Proportionsrechnungen wurden für eine Büste, die gerade entsteht. Ihr Name ist: Neue Maria.

Samstag, 14. Januar 2012

Menschliche Proportionen


Wer einen Menschen malen, plastizieren oder bildhauerisch umsetzen möchte, der beschäftigt sich am besten mit seinen Proportionen, wie sie Leonardo da Vinci angegeben hat. Oben sieht man, dass z.B. die Länge von den Brustwarzen bis zum Scheitel der Schulterbreite entspricht. Hier wir ein umgedrehtes Kreuz sichtbar. Ohnehin ist die Kreuzesform im Menschen vielfach verwirklicht. Es scheint so zu sein, dass das was das Kreuz symbolisch aussagt auch auf den Menschen zutrifft.


Erstaunlich ist auch, dass sich die Hälfte der Länge des menschlichen Körpers beim "Gliedansatz" befindet. (Die Zeit von Leonardo war ja noch sehr Männerdominiert.) Die Knie sind genau in der Mitte des Beins, wobei der Fuß zum Unterschenkel zählt. Die Brustwarzen sind in der Mitte der oberen Hälfte und diese halbe Länge ist gleich der Schulterbreite. In dieser Art hat Leonardo in seinen Skizzenbüchern den ganzen menschlichen Körper durchforscht. Kennt man die Proportionen, fällt es leicht einen Menschen aus Ton zu plastizieren.

Montag, 28. Dezember 2009

Wie man eine Kopfplastik anfertigt




Hier soll auf das Verfahren eingegangen werden, wie gerade diese Kopfplastik gefertigt wurde. Unter den vielen Möglichkeiten wurde diejenige ausgewählt, die als Produkt ein langer hohler hoher Kopf ergibt.


Dazu wird zuerst aus Tonschlangen eine Röhre aufgebaut. Diese sehr alte Technik ist aus dem Handaufbau von Tongefäßen bekannt. Schultern, Kinn, Nase usw. werden mit kleinen Tonklümpchen, die etwa bohnengroß sind plastiziert. Diese werden direkt auf die Stellen platziert, an denen sie das gewünschte Ergebnis bringen und festgedrückt. Da der Ton noch formbar ist, können Vertiefungen und Wölbungen durch entsprechenden Druck angelegt werden. Die Oberfläche muss danach mit einer Töpferschlinge glattgeschabt werden. Hierbei können an der Form noch kleine Veränderungen vorgenommen werden.
Man arbeitet bei der Erstellung der Plastik nach einem gewissen Plan, die Form wird jedoch trotzdem verändert, wenn es sich im Schaffensprozess als notwendig erweist.
Die Moaifrau wurde als weibliches Pendant zum Moai angelegt. Im Gegensatz zu ihm wurde bei der Frau die Proportionslehre Leonardo da Vinci‘s in der Vertikalen angewendet. Es handelt sich hier um die idealen Proportionen. Abweichungen von diesen ergeben mehr Ausdruck.
Als Ton wurde flieder-gelb farbener Ton mit einem Schamottanteil von 40% in der Körnung von 0,5 bis 1,5 mm verwendet. Die sehr lange getrocknete Plasitk wird zweimal gebrannt, einmal bei 950 Grad Celsius und ein zweites Mal bei 1250 Grad. Der erste Brand liefert ein fliederfarbenes Ergebnis, der zweite Brand ein gelbes. Die Farbe ähnelt gelbem Sandstein.