Posts mit dem Label Sinterengoben werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Sinterengoben werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Montag, 5. Oktober 2020

Was ist Sinterengobe?

Sinterengobe ist eine Möglichkeit, Tonobjekte mit Farbe zu versehen. Der Stoff ist eine Mischung aus färbenden und glasierenden Elementen. Engobe ist eingefärbter dünnflüssiger Tonschlicker, der auf dem lederharten Ton verarbeitet wird. Engobenmalerei ist aus dem römischen Reich bekannt.
Wer hat Erfahrung mit dieser Technik und könnte etwas beisteuern? Es gibt auf dem Markt eine Menge fertiger Sinterengoben. Sie legen den Künstler allerdings fest und sind nicht so individuell, wie Farbergebnisse, die man durch eigene Herstellung erzielt. Hier sind also Experimente mit Sinterengoben gefragt. 
Dazu gibt es Bücher, in denen Rezepte und Anleitungen zu finden sind. In Leihbüchereien kostenlos oder gegen Gebühr erhältlich. Lust zum Experiment?


Sonntag, 4. Oktober 2020

Sinterengobe - Experiment - Probestück - Teil 1


Aus rotem Ton wird ein kleines Stück so bearbeitet, dass verschiedene Oberflächenstrukturen entstehen. Ist dies geschafft, dann verrührt man im Glas roten Ton mit Wasser, bis eine Flüssigkeit entsteht, die etwas dickflüssiger als Sahne ist. Danach vermischt man das Pigment mit etwas Tonflüssigkeit und verrührt es gut. Da es sich um roten Ton handelt, wird am besten weißes Pigment gewählt. Alle anderen Farben werden sicherlich auf rotem Ton zu dunkel. Eine Flüssigkeit aus weißem Ton mit hellgrünem Pigment könnte auf rotem Ton interessant aussehen. 

Pigment und Ton gibt es hier: (Einfach in das erscheinende Suchfeld "Pigmente" oder "Ton" eingeben.)


Bleibt aber noch die Frage es Erhitzens übrig. Der Ton wird samt Pigment bei ca. 950 Grad gebrannt. Wie verhält sich dann das Pigment? Vor allen Dingen ist es wichtig, dass sichergestellt ist, dass beim Brand keine giftigen Dämpfe entstehen.
Eine Beratung bei der Firma Kremer Pigmente steht aus.

Wie geht das Experiment weiter?

Samstag, 3. Oktober 2020

Sinterengobe - Experiment - Oberfläche - Farbe - Teil 2

Wie man Ton mit Pigmenten einfärben oder auch bemalen kann, soll hier erklärt und mit Hilfe von Bildern gezeigt werden:

Hier auf dem Foto ist Tonschlicker zu sehen. Man erhält ihn, wenn man Ton (hier roter Ton, der ungebrannt etwas orangegelb aussieht) mit Wasser vermischt und zu einer Flüssigkeit verrührt, die etwas dicker als Sahne ist. Der Schlicker wird anschließend mit weißem Pigment eingefärbt. Dazu Pigmentpulver mit der Flüssigkeit verrühren. Dazu wird etwas Schlicker in eine anderes Plastikgefäß gebacht. Dann eine beliebige Menge Pigment dazu geben und rühren, bis keine Klümpchen mehr vorhanden sind. 

Hier ist die eingefärbte Flüssikeit zu sehen.

Hier sieht man den Tonschlicker im Glas.

Um die lederharte Oberfläche mit Sinterengobe einzufärben wurde ein kleines Tonstück als Modell vorbereitet. Auf der Oberfläche sind verschiedene Bearbeitungen zu sehen. Nach dem Brennen sind dann die Effekte erkennbar. 
Das Tonstück wird mit dem gefärbten Schlicker eingstrichen. Anschließen wäscht man mit dem Schwamm an ausgewählten Stellen die Farbe wieder herunter.
Das Tonstück wird getrocknet und gebrannt.

 So sieht das weiße Pigment aus: Titanweiß

 Der gefärbte Schlicker wird aufgetragen.


 Am Rand sieht man eine Struktur. Später wird ausgewertet, ob die Färbung brauchbar sein wird.


 Veränderung durch Wischen mit einem Schwamm.

Nach dem Trocknen und dem Brennvorgang wird hier eine Auswertung des Versuchs zu sehen sein. Experimente sind eine spannende Reise, das Ergebnis ist ungewiss.

Ergebnis nach dem Brand

Freitag, 2. Oktober 2020

Sinterengobe - Experiment - Probestück - Brand - Teil 3




 Das mit Sinterengobe eingefärbte Probestück ist hier nach einem Brand von 950 Grad Celsius zu sehen. Da der rote Ton weiß eingefärbt wurde (siehe Beschreibung), kommt die Farbe als komplett mattes helleres Cotto heraus. Der Charakter ist der einer Tonoberfläche. In den Strukturen kann man noch das Rot des Tones in seiner ursprünglichen Farbe sehen. Vor dem Brand ist Ton, der später cottofarben wird ockergelb. 
Das Experiment ist geglückt. Man sieht, dass die Sinterengobe zum Färben von Tonoberflächen gut verwendet werden kann. Es ist nicht schwer vorzustellen, welches Farbergebnis mit einem weißen Tonschlicker entstanden wäre. Zum Experimentieren mit Sinterengoben eignet sich natürlich weißer Ton besser, da hier die Farben mehr zur Geltung kommen. Wenn man den gefärbten Tonschlicker wieder abwäscht oder gezielt mit dem Pinsel aufbringt, erhält man viele Möglichkeiten der Gestaltung eines Kunstobjektes. Voraussetzung ist die Idee, welchen Effekt die Farbe haben soll.