Dienstag, 27. April 2021

Ton über längere Zeit bearbeiten



Ton ist ein feuchtes Material. Je nach Feuchtigkeitsanteil lässt es sich in unterschiedlicher Art und Weise bearbeiten. Die Feuchtigkeit spielt beim Plastizieren eine große Rolle. Bleibt die Tonarbeit offen stehen, dann trocknet sie aus. Es ist dann nur schwer noch möglich, wieder daran weiter zu arbeiten. Dem kann ganz einfach Abhilfe geschaffen werden, wenn man die Tonarbeit in eine Plastikfolie einpackt. Der Ton bleibt dann bis zu zwei Wochen lang feucht und bearbeitbar.

Donnerstag, 25. März 2021

Der Zufall in der Kunst

Im künstlerischen Schaffen arbeitet der Zufall immer irgendwie mit. Da wir den Zufall als mehr oder weniger nicht erklärbar ansehen, schenken wir ihm auch nicht besonders viel Beachtung. Trotzdem sind Zufälle in unserem Leben sehr wichtige Einflussgrößen, die unser ganzes Leben in eine andere Richtung bringen können.

Hier nun ein Beispiel, wie der Zufall bei der Gestaltung eines Werkes auftreten kann: Auf einer Holzplatte soll ein Gesicht mit Ton aufgebaut werden. Man setzt dabei Klümpchen an Klümpchen. Nach dem Aufsetzen einiger dieser Teile, tritt aus der Holzplatte schon ein Gesicht hervor mit der stummen Aufforderung: so kann ich werden. Dies entspricht aber gerade nicht dem gestalterischen Vorhaben und kann daher übergangen werden. Zufälle lassen sich besser aufgreifen, wenn man ohne Ziel darangeht eine Plastik oder ein Bild zu schaffen. 

Man kann natürlich auch den Zufall nehmen, ihn ausarbeiten, dann entsteht eben etwas anderes. Man ist also völlig frei, die Zufälle zu nützen oder sie zu übergehen.

Dienstag, 5. Januar 2021

Ein Typ entsteht - Das schnelle Pastellbild 1

 


Hier ein paar Gedanken zum schnellen Zeichnen.

Schnelles Zeichnen ist sehr spontan. Das Ergebniss ist ungewiss und selbstverständlich technisch nicht so ausgereift, wie wenn du sorgfältig vorgehst. Das ausgearbeitete Bild ist in jedem Fall besser, denn wer die Techniken beherrscht hat mehr Möglichkeiten und kann sich besser ausdrücken.

Hier beim schnellen Zeichnen spiel der Zufall mit. Jedes Gesicht oder Motiv wird anders und das ist gerade das Spannende bei diesem Vorgehen. Dabei kommt es wirklich nicht auf das perfekte Ergebnis an, sondern auf den Ausdruck, der ungewollt entsteht. Mit zunehmender Übung ist es dann möglich doch willentlich einen bestimmten Ausdruck in das Bild hineinzulegen. Für meine Reihe mit schnellen Pastellen habe ich bestimmte Grundannahmen festgelegt: Das Papierformat, den Pastellstift (Rötel), der Kopf soll eine Eiform haben und vom Betrachter aus etwas nach rechts geneigt sein.

Du kannst aber auch ohne jede vorherige Festlegung einfach ein Motiv schnell hinzeichnen. Das Problem ist, du bist damit unzufrieden. Das musst du dir schnell abgewöhnen, denn du legst dir damit selbst Hindernissen in deine Entwicklung. Jeder Punkt, den du aufs Papier bringst ist ein individuelles Produkt von dir. Also nur zu. Ich verspreche dir, dass daraus etwas werden wird, wenn es dir Freude bringt.