Dienstag, 24. August 2021

Kopflastig - Gibt es das?

Gibt es das?

Zur Probe habe ich diesem Kopf an einem Auge gerade noch ein Oberlid gemacht. Danach habe ich die andere Seite grob ausgearbeitet. Wie ich den Kopf umdrehe, um ihn im Spiegel von der Ferne anzusehen, gibt es einen kleinen Blitz, das andere Auge zwinkert einmal! Das ist wie eine Zustimmung: So ist das andere Auge gut! Unglaublich aber wahr!



 

Dienstag, 10. August 2021

Aus dem Atelier: Erkenntnisse beim Modellieren


Wenn ich im Atelier beim Plastizieren bin, dann habe ich immer die besten Gedanken. Gerade bin ich an der Arbeit in der Nasenumgebung und ich arbeite nah dran und gebe eine gute Form. Dieses Schaffen ist auch immer ein Stück Lernen und Weiterentwicklung. Es geht jetzt wieder im Kleinen um Form und Ausdruck. Der Kopf soll positiv in die Welt schauen und Zuversicht vermitteln. Das ist die Gesamtaussage. Bei den Einzelheiten arbeite ich an Teilaussagen, die letztendlich die Gesamtaussage bilden. Ich habe da einen sehr genauen Blick. Man sieht es auf dem Bild, muss aber ganz genau hinsehen: Auf der linken Seite vom Betrachter aus ist der Nasenflügel etwas dicker. Das signalisiert eine plumpe Einatmung, die nicht zum Ganzen passt. Ein positiver Mensch atmet leicht. Die Nasenflügel werden also etwas zierlicher angelegt! Das ist eines der vielen Gebiete, auf denen Ausdruck geschaffen werden kann.



Montag, 9. August 2021

Aus dem Atelier: Kopflastig

Hier berichte ich von meiner Arbeit im Atelier und steige gleich ein: Ich arbeite gerade an einem neuen Langkopf. Die Technik des Plastizierens halte ich während der Arbeit offen, denn ich entscheide ständig, was werden soll und die Technik bestimmt ja mit, welcher Eindruck beim Betrachtenden entsteht. Übungen, zum Beispiel mehrere Mundpartien plastizieren, können nur zum Ziel haben, die grobe Form zu lernen. Der eigentliche Ausdruck ergibt sich nur im Zusammenhang mit dem ganzen Gesicht. Außerdem kommt natürlich das, was später zum Vorschein kommen soll aus meinem Inneren und kann nicht in irgendwelchen Übungen vorweg genommen werden, denn das was da entsteht ist nicht nur personen-, sondern auch situationsabhängig.



Ich bin gerade dabei die Mundpartie zu modellieren. Seit ich mich mit Kopfplastiken beschäftige, möchte ich nicht das Hässliche in die Welt setzen, obwohl das durchaus seine Berechtigung hätte, sondern mich in Richtung Schönheit bewegen. Es war immer

mein Ziel einen Mund zu machen, der lächelt. Dieses Lächeln möchte ich weiterentwickeln. Für mich ist das eine der spannendsten Prozesse überhaupt.

Dienstag, 27. April 2021

Ton über längere Zeit bearbeiten



Ton ist ein feuchtes Material. Je nach Feuchtigkeitsanteil lässt es sich in unterschiedlicher Art und Weise bearbeiten. Die Feuchtigkeit spielt beim Plastizieren eine große Rolle. Bleibt die Tonarbeit offen stehen, dann trocknet sie aus. Es ist dann nur schwer noch möglich, wieder daran weiter zu arbeiten. Dem kann ganz einfach Abhilfe geschaffen werden, wenn man die Tonarbeit in eine Plastikfolie einpackt. Der Ton bleibt dann bis zu zwei Wochen lang feucht und bearbeitbar.

Donnerstag, 25. März 2021

Der Zufall in der Kunst

Im künstlerischen Schaffen arbeitet der Zufall immer irgendwie mit. Da wir den Zufall als mehr oder weniger nicht erklärbar ansehen, schenken wir ihm auch nicht besonders viel Beachtung. Trotzdem sind Zufälle in unserem Leben sehr wichtige Einflussgrößen, die unser ganzes Leben in eine andere Richtung bringen können.

Hier nun ein Beispiel, wie der Zufall bei der Gestaltung eines Werkes auftreten kann: Auf einer Holzplatte soll ein Gesicht mit Ton aufgebaut werden. Man setzt dabei Klümpchen an Klümpchen. Nach dem Aufsetzen einiger dieser Teile, tritt aus der Holzplatte schon ein Gesicht hervor mit der stummen Aufforderung: so kann ich werden. Dies entspricht aber gerade nicht dem gestalterischen Vorhaben und kann daher übergangen werden. Zufälle lassen sich besser aufgreifen, wenn man ohne Ziel darangeht eine Plastik oder ein Bild zu schaffen. 

Man kann natürlich auch den Zufall nehmen, ihn ausarbeiten, dann entsteht eben etwas anderes. Man ist also völlig frei, die Zufälle zu nützen oder sie zu übergehen.

Dienstag, 5. Januar 2021

Ein Typ entsteht - Das schnelle Pastellbild 1

 


Hier ein paar Gedanken zum schnellen Zeichnen.

Schnelles Zeichnen ist sehr spontan. Das Ergebniss ist ungewiss und selbstverständlich technisch nicht so ausgereift, wie wenn du sorgfältig vorgehst. Das ausgearbeitete Bild ist in jedem Fall besser, denn wer die Techniken beherrscht hat mehr Möglichkeiten und kann sich besser ausdrücken.

Hier beim schnellen Zeichnen spiel der Zufall mit. Jedes Gesicht oder Motiv wird anders und das ist gerade das Spannende bei diesem Vorgehen. Dabei kommt es wirklich nicht auf das perfekte Ergebnis an, sondern auf den Ausdruck, der ungewollt entsteht. Mit zunehmender Übung ist es dann möglich doch willentlich einen bestimmten Ausdruck in das Bild hineinzulegen. Für meine Reihe mit schnellen Pastellen habe ich bestimmte Grundannahmen festgelegt: Das Papierformat, den Pastellstift (Rötel), der Kopf soll eine Eiform haben und vom Betrachter aus etwas nach rechts geneigt sein.

Du kannst aber auch ohne jede vorherige Festlegung einfach ein Motiv schnell hinzeichnen. Das Problem ist, du bist damit unzufrieden. Das musst du dir schnell abgewöhnen, denn du legst dir damit selbst Hindernissen in deine Entwicklung. Jeder Punkt, den du aufs Papier bringst ist ein individuelles Produkt von dir. Also nur zu. Ich verspreche dir, dass daraus etwas werden wird, wenn es dir Freude bringt.

Montag, 16. November 2020

Grill


 In diesem Grill kann Feuer gemacht werden. Mit einer Metallstange ist es möglich, kleine Teile zu grillen. Idee und Ausführung ausschließlich vom Kind.