Samstag, 23. Mai 2020

Aquarelltechnik I

Möglichkeiten:
- Wasserpinsel - Aquarellstifte - Aquarellkreiden - Schwamm -

1. Kontur mit Aquarellkreiden auf das Aquarellpapier zeichnen
2. Mit Aquarellkreiden verschiedene Schraffuren aufbringen, um Schattierungen anzulegen.
3. Hintergrund schraffieren
4. Mit Wasserpinsel vermalen
5. Schraffuren mit Aquarellstiften in kleineren Bereichen
6. Mit Naturschwamm abtupfen
7. Mit Aquarellkreiden Naturschwamm einfärben und dann tupfen
8. Mi destilliertem Wasser übersprühen



 Mit zwei, drei Stiften kann man anfangen.
Wasservermalbare Buntstifte - einzeln zu kaufen


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Wasserpinsel







Montag, 11. Mai 2020

Email Kunst - Vorbereitung Kupfer

Emailpulver, das ist gemahlenes farbiges Glas, das in einem speziellen Ofen gebrannt wird. Man kann es auf verschiedene Metalle brennen am häufigsten wird jedoch Kupfer als Grundlage verwendet. Die Kupferplatte wird kurz im Emailofen ausgeglüht (etwa 2 Minuten) und anschließend in kaltes Wasser gelegt. Dadurch wird sie sauber und kann benutzt werden. Man kann sie aber weiter reinigen durch schmirgeln. Um Fett und Schmirgelstaub zu entfernen – das Kupferstück muss sehr sauber sein - legt man es in eine Lösung mit 1/4 l Essig plus einem Esslöffel Salz. Danach sollte man es nur noch mit Pinzette oder Tüchern anfassen.


1. Ausglühen
2. Schmirgeln
3. Essig und Salzlösung

Mittwoch, 8. April 2020

Gründonnerstag, der Tag des Abendmahls

Man kann von der Bibel halten was man will, jedenfalls ist sie eine der wenigen Schriften, die sich bis heute erhalten haben, aus der immer noch verkündet wird, wenn auch zunehmend weniger davon Notiz genommen wird. Das hat ihren Grund in bestimmten Entwicklungen der Kirchen. Sicher, es gibt ältere Schriften in anderen Zusammenhängen. Die vier Evanglien haben eine bedeutende kulturgeschichtliche Signatur, denn geht man in der Kunst zurück, so findet man in der allergrößten Mehrzahl religiöse Bilder. Warum also nicht auf diese Bilder zurückgreifen und aus ihnen etwas für unsere heutige Zeit lernen. Dazu braucht man nur sich selbst. Es ist weder eine Religionsgemeinschaft, noch sonst irgend ein Prophet oder eine Sektengruppe von Nöten.
Selbst das Osterfest geht auf die heiligen Schriften zurück. Es wird gefeiert und man möchte vielleicht überhaupt nicht wissen, was hinter diesem Fest steckt. Oder doch? Ostern ist ein ganz großes Symbol auch für unsere heutige Zeit. Es ist die Geschichte von Tod und Auferstehung in jeder Beziehung. Wer stirbt nicht tausend Tode in seinem Leben - im Innern - und steht daraus wieder auf. Ist das nicht wunderbar? Also feiern wir Ostern gerade jetzt, denn wir werden auch aus dem derzeitigen Tal wieder glorreich auferstehen. Diese Gewissheit gibt Halt. Es ist möglich, sich mit dem Ostergeschehen zu verbinden und darin einen großen Halt zu finden.

Das Abendmahl ist der Beginn der Leidensgeschichte. Hier meine Interpretation nach dem Vorbild von Leonardo da Vinci.


Samstag, 4. Januar 2020

Zufallstechnik in der Malerei 1


In der modernen Malerei spielen Zufallstechniken eine große Rolle. Hier soll eine Technik besprochen werden, bei der zuerst ein Chaos entstehen soll, das später so übermalt wird, dass gezielt Zufälle, die im Bild entstanden waren sichtbar bleiben.

Wie entsteht nun dieser Zufall? Man malt mit verschiedenen Farben irgendwie, also wie es gerade kommt auf die Leinwand. Man entscheidet sich für bestimmte Farben, Pinsel und andere Werkzeuge. Das ist kein Zufall sondern vom Maler bestimmt. Wenn man anfängt bestimmte Kritzelformen oder Anderes auf die Leinwand zu bringen, dann kann der Zufall wirken. Irgendwie geartete Striche und Formen ergeben Farbmischungen und dadurch bestimmte Zufallsgebilde. Der Maler selbst ist aber immer an dem Ergebnis beteiligt, denn wenn mehrere mit genau den gleichen Farben ein Chaosbild gestalten, dann entstehen jeweils individuelle Werke. Ein Zufallschaos ist einmalig und nicht reproduzierbar.

Vergleichen kann man dieses Verfahren mit dem Musizieren: Man spielt wild und chaotisch auf den Instrumenten. Es entsteht eine Art Free Jazz. Dann entwickelt man die Musik weiter und gibt ihr eine Form, die das Chaotische aufnimmt und weiter entwickelt.

Hier ist eine erste Etappe des Chaosbildes zu sehen:



Fortsetzung folgt im nächsten Post.




Zufallstechnik in der Malerei 2

1. Fortsetzung der Beschreibung einer Vorgehensweise in der abstrakten Malerei mit Zufallstechnik:

Nachdem das Chaosbild einige Zeit geruht hat und immer wieder betrachtet wurde, erhärtete sich der Gedanke, dass hier noch Schwarz fehlt. Dieses Schwarz sollte aber nicht chaotisch aufgebracht werden sondern an den Stellen an denen sich Zufallslinien schneiden. Worin zeigt sich hier der Zufall? Man sucht die Überschneidungen, zufällig sieht man eine und bringt dort das Schwarz auf. Weiter fallen Überschneidungen ins Auge und man erzeugt jetzt mit dem Schwarz ein geordnetes Chaos. Das ganze Bild ändert sich dadurch.

Hier ist das Ergebnis:


Fortsetzung folgt im nächsten Post.

Zufallstechnik in der Malerei 3


Alles künstlerische hängt davon ab, ob man in de Lage ist anzufangen und sein individuelles Werk akzeptieren kann so wie es geworden ist. Die Beschreibung hier gibt nur Anhaltspunkte für ein individuelles Vorgehen. Keiner der Schritte soll oder muss so gegangen werden, wie hier dargestellt. Es ist besser an jeder Stelle seinen eigenen Weg zu suchen.

Hier wird die dritte Etappe einer Zufallstechnik in der Malerei beschrieben. Das Chaosbild ist soweit fertig und es folgt ein wichtige neuer Schritt. 
Man wählt eine Farbe, mit der man das ganze Bild übermalt und dabei nach Gutdünken bestimmte Stellen sichtbar lässt. Bei dieser Arbeit hier wurde versucht ein Gesicht zu kreieren. Der Vorgang beinhaltet einen ständige Entscheidungsprozess: Was übermale ich und was lasse ich sichtbar? Das ist ein sehr spannender Vorgang. 
Jetzt wird das Bild etwas statisch aussehen. Es ist ja noch nicht fertig. Zuerst werden die vor der Übermalung ins Bild eingebrachten Linien hervorgeholt. Welche Farbe usw.? Das sind alles individuelle Entscheidungen. Hier wurden die Farben, die im Untergrund liegen wieder aufgegriffen. Weiterhin fehlt es den übermalten Flächen an Bewegung. Ein Gesicht ist ja nicht statisch. Dazu wird die Farbe mit Weiß etwas aufgehellt und dann werden mit einem gröberen Pinsel bewegte Formen - ähnlich den Wasserstrudeln - aufgebracht.

Hier ist ein weiterer Zwischenstand zu sehen:


Zufallstechnik in der Malerei 4

Hier ist nun die letzte Etappe des Bildes mit Zufallstechnik. 
Nachdem Bewegung in die grauen Flächen gekommen ist, muss abgespürt werden was das Bild noch braucht: Hier waren es dunkle Akzente und zum Ausgleich der vielen Rundungen kleine Quadrate. Dies alles wird nach Gefühl vorgenommen. Dabei ist es aber sinnvoll nicht allzu viele Farben zu verwenden, also bei den einmal verwendeten Farben bleiben. Im Zuge dieses Malprozesses kommt dann der Punkt, an dem das Bild „sagt“: So, jetzt bin ich fertig.

Hier das Resultat: